Knappenman XXL - DER Wettkampf 2020

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Knappenman XXL - DER Wettkampf 2020

Beitrag vom 02. September 2020

Wettkampf Sponsoren

 

Die letzten Monate waren wild und nicht planbar. Seit meinem Trainingslager Ende Februar war die Saison eine ganz andere als geplant. Wettkämpfe wurden verschoben oder abgesagt. 

Jede Saisonplanung wurde nichtig und jeder fand unterschiedliche Wege für sich. Meine Planung sah einen Start beim Ironman Frankfurt und einer Qualifikation für die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii vor. Entsprechend motiviert ging es im Winter mit voller Konzentration in die Vorbereitung. Auch nach meinem Trainingslager konnte ich trotz aller Unsicherheit die Motivation und Trainingsleistung hoch halten. 

Mit der Gewissheit, dass der Ironman Frankfurt nicht im Juni stattfinden wird, schaute ich mich nach Alternativen um. Der Knappenman weckte frühzeitig mein Interesse und wirkte für mich gut durchdacht und sehr selbstsicher, dass es mit allen Auflagen auch einen Wettkampf geben wird. Trotz allem wartete ich noch und meldete mich erst wenige Wochen vor dem Start an. Die Vorbereitung auf die dortig angebotene Langdistanz lief aber bereits. Schließlich wollte ich das Jahr nutzen um auch nochmals für das große Projekt zu lernen. 

Das Rennen in der Lausitz sollte über 2 Runden im Dreiweiberner See, 6 Runden um den Scheibe-See inkl. Wendepunktstrecke auf der Zufahrtstraße sowie 4 abschließenden Runden um den Dreiweiberner See stattfinden. Ein kleines, aber sehr feines Starterfeld fand sich so also am Samstag 28.8. um 7 Uhr zum Start am See - ohne Zuschauer - ein und ging in 30 Athleten großen Wellen alle 60s auf die Strecke. In der letzten Welle der Langdistanz ging ich ins Wasser. Alleine machte ich mich 1,5 Runden auf und fand erst über die letzten Meter Wasserschatten. Bis dahin versuchte ich mit Zug durch die vor mir gestarteten Athleten unbeschadet zu schwimmen. 

Nach 1:01 ging es für mich aus dem Wasser raus in die Wechselzone. Neu in der Saison war für mich, dass mein Einteiler ich nicht bereits mein Schwimmen komplett an hatte und diesen somit in nassem Zustand während dem Lauf zum Rad anziehen musste. Das ging so lala. :)

Auf dem Rad bedeutete es dann auf der flachen Strecke die Aeroposition zu halten und nicht zu überzocken. Die Hochsommer Temperaturen der letzten Jahre waren es nicht, dafür wollte der Wind in diesem Jahr ab meiner dritten Runde mitspielen. Ehrlich muss ich sagen das die Runde 4 und 5 eine wirklich zähe Angelegenheit war und ich ein Tief hatte. Es zog sich einfach und aufgrund der nur 130 Starter war auch keiner wirklich zu sehen wo man sich ziehen konnte. In der letzten Runde angekommen waren die Mitteldistanz Athleten ebenfalls angekommen und es lief wieder. 

In der Wechselzone nach 6 Runden (und 170 Km) angekommen schnell in die Laufschuhe und ein kurzen Stopp. Danach ging es auf die Laufrunde mit 2 Versorgungstationen wo man sich selbst alles nehmen musste - ganz Corona konform. Die hinterlegte Eigenverpflegung gab es immer beim einbiegen in die nächste Laufrunde. So machte ich mich auf, meinen zweiten Marathon nach meiner Langdistanz in Roth zu absolvieren. Mein Ziel war es, deutlich unter der 9 Stunden Marke zu finishen. Am Ende der vierten und letzten Runde lief ein von mir bereits überholter Athlet auf und zuerst vorbei. Da nur noch 4km zu laufen waren, entschied ich mich nochmals das Tempo zu forcieren und auf den Athleten aufzulaufen. Schulter an Schulter spielten wir zuerst und schauten ob nicht bereits einer von uns überzockt hatte. Da dies nicht der Fall war, beschlossen wir die letzten Km gemeinsam zu laufen und es dann am Ende zu entscheiden. 

Anhand der Startnummer wusste ich schon, dass ich die 3 Minuten welche er vor mir gestartet war als "Vorsprung" habe, deshalb zog ich den Sprint auch nicht komplett durch und freute mich mehr beim Überqueren der Ziellinie die Finish-Zeit von 8:47:02 neben meinem Namen aufleuchten zu sehen. 

2. Langdistanz und das Ziel mit deutlich Sub9 erreicht. In einem Jahr das viele Überraschungen und Änderungen für einen bereit hielt. WAHNSINN!

Vielen Dank an alle für den Support! Es war ein verrücktes Jahr und das haben wir gemeinsam gemeistert. Danke!

Simon Schlichenmaier Knappenman XXL - Langdistanz 8:47
Knappenman XXL 2020: 8:47 Platz 7

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